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tja - so ein projekt muss ja auch anecken: da trägt man den holocaust mit den smartphone-sehgewohnheiten der jungen zu ihnen direkt hinterher auf instagram - in der hoffnung, dass möglichst viele weltweit diese neu inszenierten tagebucheintragungen eines damaligen 13-jährigen auschwitz-holocaust-opfers namens eva heyman auch schauen - und vielleicht auch ein wenig innehalten - ehe sie denn zu ihrem nächsten und übernächsten highlight weiterclicken und weiterhecheln.
innehalten - und das was sie da sehen und entdecken, vielleicht nachvollziehen und nachrecherchieren - miterleben und an sich herankommen lassen - oder für die nächste einschlägige geschichtsstunde als link mit in die klasse mitbringen.
das ist inzwischen ja wie ein tanz auf dem drahtseil: viele jugendliche stöhnen mittlerweile: kommt uns bloß nicht mehr mit "juden und nazis und krankenmorden" und lasst die alten weißen männer und frauen dazu vor der tür - lasst uns in ruhe mit all diesem gedöns - und die eltern meinen auch inzwischen, nun müsse das aber auch mal abgehakt bleiben, und es müsse endlich "für's jetzige leben gelernt werden" - obwohl vielfach die eigene verstricktheit der familie in all dem damaligen geschehen noch nie aufgearbeitet und abgeklärt wurde - und unverarbeitete traumata ja - wie die bibel schon sagt - bis in die 3. und 4. generation oft psychosomatische nachwirkungen zeitigen können - und da man als zeitspanne für eine generation ca. 30 - 40 jahre rechnet: muss man wohl bis zu 160 jahre zu 1945 hinzurechnen, wo wir ca. bei anno 2105 wären - also ca. noch 86 jahre - mindestens...
ob nun aber gerade die sozialen netzwerke mit all den "influencern" und ihren angeboten und den katzenbildchen die richtigen foren für solche nachgedrehten und zeitgemäß aufgemachten geschichtsstunden sind - das sei mal dahingestellt.
auf alle fälle hat diese filmschnipsel für die "eva stories"-serie im aufrechten 5,7"-handy-format ein israelischer millionär drehen lassen und ins instagram-netz gestellt, was aber auch in israel nicht unumstritten ist - aber eine ("anti"-)jüdische diskussion um ein angemessenes erinnern wie bei den münchener stolpersteinen z.b. hat sich damit wohl erledigt.
im hinblick auf mein schwerpunktthema zu den ns-euthanasie-opferporträts ist dieser weg des gedenkens und der aufklärung ja sooo neu nicht: schon vor 10 jahren habe ich eine youtube-playlist dazu eingestellt, deren beiträge je nach einstellzeitpunkt unterschiedlich wahr- und angenommen werden - inzwischen mit insgesamt einmal über 38.000 bis hinunter zu ca. 1.500 einzel-clicks - und ich habe konsequent memorialblogs und yumpu-bildmagazine dazu "barrierefrei" zugänglich für unterschiedliche bedürfnisse und ansprüche ins netz gestellt... (siehe dazu in einer übersicht auch hier ...)