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click here oder in "Spiegel" Nr. 23/2019, S. 112 ff. lesen ... |
es ist schlimm, dass es menschen gibt, die sich mit der not und dem gewaltsamen opfergang anderer menschen regelrecht "schmücken" wollen - die dazu holocaust-opfer aus der eigenen familie einfach erfinden und hinzudichten - und denen es scheinbar spaß macht, ihre follower und user in den dazu betriebenen einschlägigen lügenblogs zu täuschen, in denen sie ihre so bewusst erdachten lügen verbreiten und sich mit echter anteilnahme "bedauern" und mit preisen dafür "feiern" lassen.
besonders wütend bin ich darüber, dass sie damit auch den leuten der rechts-populistischen couleur in die hände spielen, die schon lange die kolportierte opferzahl der shoah öffentlich in zweifel ziehen - und damit das tatsächliche opferleid all der nazi-morde verunglimpfen wollen - und die ja sowieso schon "fake news" vermuten und "lügenpresse" krakeelen - und diesen "fall" jetzt sicherlich "nutzen" für ihre thesen.
da macht diese frau tatsächlich ihren abschluss als historikerin und erfindet sich dann für die eigene familie und person ihre "familien-historie", um damit falschen eindruck zu schinden - leute an der nase herumzuführen und falsche preise für die blogs einzusammeln - und: falsches mitleid ... : das ist für mich im wahrsten sinne des wortes einfach nur bodenlos "niederträchtig".
insgesamt erinnert dieses gebaren für mich schon an den "fall relotius", wo ein spiegel-redakteur ein großteil seiner veröffentlichten recherchen einfach erfunden hat, ebenfalls um eindruck zu schinden und preise einzuheimsen.
okay - hochstapler hat es immer gegeben - auch menschen mit eigenartigsten macken: aber dass man mit erfundenen leiden und falschen massenmord-leichen einfach nur eindruck schinden will, ist für mich schon einigermaßen pervers.
im kurzen spiegel-video dazu wird ja auch vermutet, dass es eben milieus gibt, gerade auch da wo diese frau hingst lebt und gelebt hat, wo man damit eindruck schinden konnte und kann.
und mit den in meinen in memorial-blogs veröffentlichten seriösen recherchen tatsächlicher familiengeschichtlicher fakten zur "erna-story", dem ns-euthanasiemord-protokollen meiner tante erna kronshage, fühle ich mich durch solche falsche und spinnerte "forschungs-kolleg*in", die auch noch akademische abschlüsse als anscheinend "echte" historikerin vorweist, aufs höchste diskreditiert.
gut, dass ich von anfang an mit meinen schon in die 80er jahre zurückreichenden recherchen dann vor gut 10 jahren direkt an die öffentlichkeit gegangen bin - und die relevanten echt vorhandenen beurkundungen dieses opferschicksals erst verschlüsselt, dann aber bald schon mit klarnamen, jeweils in den blogs und magazinen mit reproduziert habe - so dass sie sich in den angegebenen quellen jederzeit tatsächlich auch verifizieren und überprüfen lassen.
bei diesen von den nazi's wie am fließband industriell und kleinteilig aber zum kriegsende hin immer weniger bürokratisch betriebenen massentötungen mit anschließender vernichtung der unterlagen dazu, ist das eine äußerst diffizile puzzle-arbeit.
bei diesen von den nazi's wie am fließband industriell und kleinteilig aber zum kriegsende hin immer weniger bürokratisch betriebenen massentötungen mit anschließender vernichtung der unterlagen dazu, ist das eine äußerst diffizile puzzle-arbeit.
einiges an bildmaterial in den magazinen habe ich jeweils dann gekennzeichnet, wenn es lediglich der reinen situationsillustration dienen soll - eben auch weil "ein bild mehr sagt als 1000 worte", und weil man bis ende der 40er jahre - und dann auch im krieg - wenig an einschlägigen bildmaterialien erstellt hat bzw. erstellen konnte im vergleich zum schon fast inflationären digitalen "knipsen" z.b. mit dem smartphone heutzutage.
und doch ist natürlich die bildliche darstellung in der geschichts(be)schreibung zum holocaust und zu den kranken- und nazi-morden gerade für junge menschen heutzutage besonders aufschlussreich, weil man viele alltägliche gegebenheiten und das jeweilige milieu aus der damaligen zeit erst im bild plausibel nachvollziehen kann.
gerade die "story" um erna kronshage ereignete sich ja darüberhinaus auch an der schwelle vom endgültigen niedergang des lokalen ländlich weitläufigen acker-milieus - hin zu einer urbanen und industriellen allgemein-entwicklung, die man besonders auch hier in der lokalgeschichte von ernas geburtsort senne II hin zur "sennestadt" und jetzt als südlicher randstadtteil von bielefeld bildlich und ideell mit nachvollziehen muss, wenn man das opferschicksal ernas auch an diese flankierenden, auf die psyche und werte einer heranreifenden jungen frau aber einwirkenden geschehnisse mit "be-greifen" und einigermaßen nachvollziehen will.