Kunstbiennale Venedig
Professorin mit Steinkopf gestaltet deutschen Pavillon
Die Bildhauerin Natascha Sadr Haghighian wird Deutschland bei der 58. Kunstbiennale in Venedig vertreten. Die Bremer Professorin legte sich dafür ein Pseudonym zu und ließ sich nur mit Maske ablichten.
Natascha Sadr Haghighian gestaltet den deutschen Pavillon auf der Kunst-Biennale in Venedig 2019. Für ihre Präsentation wählte die an der Hochschule für Künste Bremen als Professorin für Bildhauerei lehrende Künstlerin den Namen Natascha Süder Happelmann. Bei der Vorstellung am Donnerstag in Berlin verbarg Haghighian ihren Kopf unter einer an einen riesigen Stein erinnernden Skulptur.
Sie ergriff nicht selbst das Wort, sondern ließ eine Sprecherin für sich reden. Das Spiel mit Identitäten gehöre zum Kunstkonzept von Natascha Sadr Haghighian, sagte ein Sprecher der Bremer Hochschule.
Im vergangenen Jahr gewann der von Susanne Pfeffer kuratierte und von der Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon den Goldenen Löwen. Haghighians Arbeit artikuliere sich in Text, Bild, Raum und Sound, sagte Franciska Zólyom, Kuratorin des deutschen Pavillons und Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig. Die Künstlerin bringe das poetische, imaginäre und kritische Potenzial von Kunst in unterschiedlichen Kontexten zur Entfaltung.
Für den Beitrag im deutschen Pavillon arbeite Haghighian mit einer persönlichen Sprecherin, Helene Duldung, und passe ihren Namen der besonderen Aufgabe an, so das Institut für Auslandsbeziehungen. Die Künstlerin habe dafür eine Sammlung von Namen, mit denen sie in den letzten 30 Jahren adressiert wurde, ausgewertet. Sie rief auch die Biografie-Tauschbörse bioswop.net ins Leben, auf der Künstler ihre Lebensläufe tauschen können.
Natascha Sadr Haghighian stellte ihre oft politischen und gesellschaftskritischen Werke zuletzt unter anderem in Florenz, Stockholm, Berlin, Innsbruck sowie auf der Documenta 14 in Kassel im vergangenen Jahr aus. Zu ihren Arbeiten gehören Installationen wie "Pssst Leopard 2A7+", "Onco-Mickey-Catch" und "Fuel to the Fire".
cpa/dpa | SPIEGEL
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Professorin mit Steinkopf gestaltet deutschen Pavillon
Die Bildhauerin Natascha Sadr Haghighian wird Deutschland bei der 58. Kunstbiennale in Venedig vertreten. Die Bremer Professorin legte sich dafür ein Pseudonym zu und ließ sich nur mit Maske ablichten.
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Natascha Süder Happelmann alias Natascha Sadr Haghighian - generiert aus einem SPIEGEL-Foto |
Natascha Sadr Haghighian gestaltet den deutschen Pavillon auf der Kunst-Biennale in Venedig 2019. Für ihre Präsentation wählte die an der Hochschule für Künste Bremen als Professorin für Bildhauerei lehrende Künstlerin den Namen Natascha Süder Happelmann. Bei der Vorstellung am Donnerstag in Berlin verbarg Haghighian ihren Kopf unter einer an einen riesigen Stein erinnernden Skulptur.
Sie ergriff nicht selbst das Wort, sondern ließ eine Sprecherin für sich reden. Das Spiel mit Identitäten gehöre zum Kunstkonzept von Natascha Sadr Haghighian, sagte ein Sprecher der Bremer Hochschule.
Im vergangenen Jahr gewann der von Susanne Pfeffer kuratierte und von der Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon den Goldenen Löwen. Haghighians Arbeit artikuliere sich in Text, Bild, Raum und Sound, sagte Franciska Zólyom, Kuratorin des deutschen Pavillons und Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig. Die Künstlerin bringe das poetische, imaginäre und kritische Potenzial von Kunst in unterschiedlichen Kontexten zur Entfaltung.
Für den Beitrag im deutschen Pavillon arbeite Haghighian mit einer persönlichen Sprecherin, Helene Duldung, und passe ihren Namen der besonderen Aufgabe an, so das Institut für Auslandsbeziehungen. Die Künstlerin habe dafür eine Sammlung von Namen, mit denen sie in den letzten 30 Jahren adressiert wurde, ausgewertet. Sie rief auch die Biografie-Tauschbörse bioswop.net ins Leben, auf der Künstler ihre Lebensläufe tauschen können.
Natascha Sadr Haghighian stellte ihre oft politischen und gesellschaftskritischen Werke zuletzt unter anderem in Florenz, Stockholm, Berlin, Innsbruck sowie auf der Documenta 14 in Kassel im vergangenen Jahr aus. Zu ihren Arbeiten gehören Installationen wie "Pssst Leopard 2A7+", "Onco-Mickey-Catch" und "Fuel to the Fire".
cpa/dpa | SPIEGEL
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ich werde alt: manche begebenheiten - gerade in der kunst - machen mich einfach sprachlos: da stülpt sich eine handfeste bildhauer-kunstprofessorin zu einem offiziellen lukrativen ehrenvollen anlass eine kugelrunde "steinkopf"-pappmache-maske mit sprech- und sehschlitz über den kopf - und wählt aus ihren verschiedensten pseudonymen nun einen namen aus und entwickelt dazu - wenn ich das recht verstehe - eine besondere sicherlich vorübergehende und wahrscheinlich steinharte identität ... -
also man nehme - so empfinde ich das - aus den diversitäts-angebots-regalen der "postmoderne" - wahrscheinlich zum ausklang derselben - eben noch mal ein passendes anderssein: "anything goes" ... - und nennt das dann "kunst" - und bespielt damit zum ausklang der epoche den biennale-pavillon ...
also man nehme - so empfinde ich das - aus den diversitäts-angebots-regalen der "postmoderne" - wahrscheinlich zum ausklang derselben - eben noch mal ein passendes anderssein: "anything goes" ... - und nennt das dann "kunst" - und bespielt damit zum ausklang der epoche den biennale-pavillon ...
die maske erinnert mich erst einmal an "helloween" - und dann auch ganz genderhaft-politisch an das problem mit den burka-verschleierungen.
aber es bleibt zunächst einmal das geheimnis von frau "steinhart-kopf" was das ganze denn soll.
franciska zólyom, die kuratorin des deutschen pavillons und direktorin der galerie für zeitgenössische kunst in leipzig, meint vorsichtshalber, die künstlerin bringe das poetische, imaginäre und kritische potenzial von kunst in unterschiedlichen kontexten zur entfaltung: ein satz, den man ja für alle kunst irgendwo und irgendwie als plattitüde zur anwendung bringen kann.
und natürlich trifft das auch und erst recht auf meine "kunst" ebenso "treffend" zu - auch unter aber nur einem pseudonym (= sinedi) - aber immer noch ohne maske (außer meinen altersfalten im lauf der jahre) - auf alle fälle: da "kommt ..." - im wahrsten sinne der worte, "... das poetische, imaginäre und kritische potenzial von kunst in unterschiedlichen kontexten zur entfaltung"(>> siehe dazu >> hier & >> hier) ... - allerdings mache ich und leider auch niemand meiner fans ein solch 'bohei' darum ... - und das ist auch gut so ... -
aber ich werde die intentionen von frau prof. steinrundkopf alias happelmann alias haghighian zu ihrem großen auftritt in venedig weiter verfolgen - und hier davon gern berichten, wenn sich mir neues dazu erschließt ...