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es ist nicht alles "cool" was glänzt ...

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"Coolest Monkey in the Jungle" war die Aufschrift auf dem Kapuzenshirt, das ein schwarzer Junge trug. Das Motiv wurde im Januar dieses Jahres im Onlineshop der Modekette H & M veröffentlicht und löste einen weltweiten Shitstorm aus. Die Aktie des schwedischen Konzerns fiel, in Südafrika stürmten entrüstete Kunden die Filialen. H & M ernannte daraufhin die taiwanesische und in New York aufgewachsene Juristin Annie Wu, 41, zur "Global Leader for Diversity and Inclusiveness". SPIEGEL
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jedes kind muss seinen namen haben: "global leader for diversity und inclusiveness" - die "weltweite leiterin für vielfalt und inklusion" - oder so ähnlich - so würde wohl dieser neue jetzt aber nach dem bohei mit viel promoting und pr von h & m ins leben gerufene posten ins deutsche übersetzt heißen.

mich erinnert das an den alten spruch: "und wenn du nicht mehr weiter weißt - dann gründe einen arbeitskreis" ...

es ist doch traurig, dass in einer "globalen" welt - sogar in einem weltweit operierenden unternehmen - die kulturelle und xenomorphe vielfalt in bezug auf aussehen und körperlichem habitus von einer "beauftragten", einer "leiterin", von haus aus juristin, jetzt zentral neu angestoßen und überwacht werden muss.

mich erinnert das an die "landesbehindertenbeauftragte" (kurz: "lbb" - bzw. lang: "beauftragte der landesregierung für menschen mit behinderung sowie für patientinnen und patienten") oder an eine "gleichstellungsstelle" ...

in elternhaus, kita und schule sollte die persönliche kompetenz ganz selbstverständlich so umfassend heran- und ausgebildet sein, damit all diese "'sonder'stellen"und "global leader"überflüssig werden. 

bei kindern ist da nämlich auch gar kein "fremdeln" vorhanden bei multikulti-begegnungen oder beim miteinander mit anderen kindern, egal welcher haar- und hautfarbe, welchen geschlechts und sonstigen "orientierungen" oder handicaps - das wird erst über die eltern, erzieher und lehrer vermittelt, die dann bewusst oder unbewusst auf "ihre" verengte sicht einer globalen gesellschaft vorbereiten und diese dann übertragen, in der es flüchtlingscamp und rassistische problematiken gibt, in denen über "leitkulturen" geschwafelt wird, und wo menschen mit behinderungen als "minderwertig" gebrandmarkt werden, weil ihre leistungs- und bildungsfähigkeit nicht den "braven" und "gesellschaftlich erwarteten" anforderungen entspricht, die dieser "globale markt" von ihnen erwartet, damit sie zu gebrauchen - zu verwerten - sind - und in denen sich papa und meist auch mama jeden tag neu zu bewähren haben ... 

im gegenteil - all diese "leader" und gleichberechtigungs-stellen frieren diese gesellschaftsunterschiede erst mit ein, indem sie sie in verordnungen und anschließend auf ihrem türschild benennen und beschreiben.

ein kapuzenjacken-aufdruck: "der coolste affe im dschungel" müsste sich doch mit ein bisschen gefühl für moral und anstand von selbst verbieten - und diese jacke einem kleinen afrikanischen model überzustreifen, ist doch völlig daneben...

das ist mindestens genauso "unmöglich", als wenn böhmermann sich nach dem besuch eines apostrophierten bekennenden "jüdischen" mit-comedian sich erst einmal die hände desinfiziert, weil er den berührt hat: aber: desto größer das tabu, umso besser - und billiger - die "pointe" ...

benehmen ist nicht nur glücksache - und auf ein wenig rest-"moral" darf man ruhig zurückgreifen und aufbauen.




  • kinder jedenfalls muss man daran erinnern, sich vorm essen die hände zu waschen - egal mit wem sie im sandkasten gebuddelt haben - und vielleicht scheint da auch die bedeutung des jesu-ausspruchs durch: "werdet wie die kinder, denn ihnen gehört das himmelreich" ... - was ein tibetisches sprichwort so ausdrückt: "kinder sind unsere lehrmeister im gegenwärtigsein. wenn wir aufmerksam sind, erinnern sie uns an vergessene welten des unbeschwerten seins im 'hier und jetzt'" ...

also bleibt in dieser hinsicht wie die kinder, besonders im "globalen" umgang mit anderen menschen: ebenso selbstverständlich und ohne jede ressentiments - ihr müsst euch da nicht "verbilden" - besonders wenn die umstände rundum verdächtig nach "blut & boden" riechen ...




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