Chiharu Shiotas Arbeit "Secret Passage" (Geheimgang) ist eine von sechs raumgreifenden Arbeiten in der Marta-Ausstellung in Herford:
"Willkommen im Labyrinth - Künstlerische Irreführungen".
"Vor der Tür ist hinter der Tür", sagt dazu Friederike Fast vom kuratorischen Team des Marta über diese Arbeit "Secret Passage" der in Japan geborenen Künstlerin Chiharu Shiota. Denn 5 alte Türen hat sie in einen blutroten, netzartigen Fadenkokon verwoben, den die Besucher auf unterschiedlichen Wegen durchschreiten können. Ihre "Anderswelt" kann bedrückend oder unheimlich wirken, aber auch Geborgenheit vermitteln.
Chiharu Shiota (jap. 塩田 千春, Shiota Chiharu
* 20. Mai 1972 in der Präfektur Osaka) ist eine japanische Installations- und Performance-Künstlerin. Sie lebt seit 1996 in Berlin.
Shiota studierte von 1992 bis 1996 an der Seika-Universität Kyōto. 1996 wechselte sie an die Hochschule für Bildende Künste Hamburg und studierte dann von 1997 bis 1999 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 1999 wechselte sie an die Universität der Künste Berlin und beendete ihr Studium dort 2003. Sie war Schülerin von Marina Abramović und Rebecca Horn.
Von 2010 bis 2013 war sie Gastprofessorin an der Seika-Universität Kyōto und 2011 am California College of the Arts.
Für ihre Installationen nutzt Shiota häufig Fundstücke, wie etwa Schuhe, Fenster oder Koffer. Zu einem Markenzeichen entwickelten sich Gespinste aus schwarz-grauen - neuerdings wie in Herford aus knallroten Wollfäden, die die Künstlerin in Ausstellungsräume webt. Diese umhüllen Kleider, aber auch Musikinstrumente, Stühle, Betten oder eben wie in Herford: Türen. (nach WIKIPEDIA)
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alle Fotos: S!|art |